Warum ich Cebu City als Basis mag
Cebu City ist nicht die schönste Stadt der Philippinen. Das muss man ehrlich sagen. Aber sie ist eine der praktischsten Basen für digitale Nomaden.
Ich bekomme hier stabiles Glasfaser-Internet, gute Cafés, internationale Restaurants und einen Flughafen mit vielen Verbindungen. Gleichzeitig bin ich am Wochenende schnell am Meer. Diese Mischung funktioniert für mich besser als ein kleiner Inselort, wenn gerade viel Arbeit ansteht.
Meine monatlichen Kosten
Für einen normalen Monat rechne ich ungefähr mit ₱65.000 bis ₱95.000. Das sind etwa €1.050 bis €1.540, gerechnet mit rund ₱62 für €1.
- Studio-Apartment in Cebu IT Park oder Lahug: ₱25.000–₱40.000 (€400–€645)
- Strom, Wasser und Internet: ₱4.000–₱7.000 (€65–€115)
- Essen und Kaffee: ₱18.000–₱28.000 (€290–€450)
- Grab, Bus und gelegentliche Taxis: ₱5.000–₱8.000 (€80–€130)
- Fitness, Wäsche und Kleinigkeiten: ₱5.000–₱8.000 (€80–€130)
- Wochenendtrips: ₱8.000–₱15.000 (€130–€240)
Mit einem einfachen Apartment außerhalb von IT Park geht es günstiger. Ich würde aber nicht nur nach dem niedrigsten Mietpreis suchen. Ein ruhiger Arbeitsplatz und eine gute Klimaanlage sparen jeden Tag Nerven.
Wo ich wohnen würde
IT Park ist die bequemste Wahl. Viele Cafés haben lange geöffnet, es gibt Supermärkte, Fitnessstudios und Restaurants. Für die ersten Wochen ist das mein klarer Tipp.
Lahug ist etwas lokaler und oft günstiger. Die Gegend liegt nahe an IT Park, fühlt sich aber weniger wie eine Bürozone an. Hier findet man gute kleine Restaurants und mehr Ruhe in den Seitenstraßen.
Banilad passt gut, wenn du mehr Platz möchtest und nicht jeden Tag zu Fuß zur Arbeit gehen musst. Ein Grab zum IT Park kostet je nach Verkehr meistens ₱100–₱220 (€1,60–€3,55).
Mein Arbeits-Setup
Ich habe immer zwei Internetoptionen. Glasfaser zu Hause ist die Hauptleitung. Als Backup nutze ich eine lokale SIM mit großem Datenpaket. Je nach Anbieter und Promo zahle ich dafür etwa ₱800–₱1.500 (€13–€24) im Monat.
Für wichtige Calls gehe ich in ein Coworking-Space. Ein Tagespass kostet meist ₱500–₱900 (€8–€15). Cafés sind günstiger, aber nicht jedes Café ist für einen dreistündigen Video-Call geeignet.
Meine produktivste Routine ist einfach: morgens konzentriert arbeiten, mittags Pause, am späten Nachmittag kurze Calls. Die Stadt wird abends deutlich voller. Wenn du wichtige Aufgaben hast, erledige sie früh.
Essen ohne großes Budget
Cebu ist beim Essen sehr flexibel. Ein einfaches lokales Mittagessen kostet ₱100–₱180 (€1,60–€2,90). In einem guten Café oder Restaurant lande ich eher bei ₱350–₱700 (€5,65–€11,30).
Ich wechsle zwischen lokalen Carinderias, Food Halls und internationalen Restaurants. Dadurch bleibt das Budget realistisch und das Essen wird nicht langweilig. Mein Tipp: Nicht jeden Tag in Malls essen. Die kleinen Restaurants in den Nebenstraßen sind oft besser und günstiger.
Wochenenden am Wasser
Der größte Vorteil von Cebu ist die Lage. Nach Moalboal, Oslob oder an die Strände im Norden kommt man mit Bus oder Auto. Für einen Tages- oder Wochenendtrip plane ich mindestens ₱2.000–₱5.000 (€32–€80) pro Person ein, je nachdem, wie weit ich fahre und wo ich schlafe.
Für mich ist Cebu deshalb eine starke Basis: Unter der Woche funktioniert die Arbeit, am Wochenende fühlt sich das Leben wie Urlaub an.
Mein Fazit
Ich würde Cebu City für die ersten ein bis drei Monate auf den Philippinen empfehlen. Du lernst das Land kennen, ohne auf Infrastruktur zu verzichten. Es ist nicht die ruhigste oder romantischste Basis, aber eine ehrliche, flexible und sehr praktische.
Wenn dein Prioritätsziel maximale Ruhe ist, passt Siargao besser. Wenn du arbeiten, ankommen und trotzdem viel erleben möchtest, ist Cebu mein zuverlässiger Startpunkt.